Programm

play\rewind

68er im Dialog mit Fridays for Future

  • Sa
  • 29.05
  • 15-18h
  • Fr
  • 26.06
  • 15-18h

Protest auf der Straße kennt viele Formen. Die Fridays-for-Future-Demos sind laut, mal wird musiziert, mal geschwiegen. Gespräche zwischen Teilnehmer*innen entstehen spontan, oft wäre eine Fortsetzung wünschenswert – gerade, wenn man mit einem Menschen ins Gespräch kommt, der ganz anders ist als man selbst.

„play\rewind“ soll dafür einen Gesprächsraum bieten. Es bringt gezielt die Jungen und die Alten in einen Austausch miteinander: die Generation, die vielleicht gegen den Vietnamkrieg oder für den Atomausstieg auf die Straße ging oder eben auch nicht, und die der Jugendlichen, die heute für einen ernstzunehmenden Klimaschutz erneut sich auf den Straßen zusammenfinden. Wir wollen voneinander lernen und fragen, wer Vorbild für wen sein kann.

In dreistündigen Sessions diskutieren jeweils drei Jugendliche und drei Senior*innen miteinander. Anhand vorbereiteter Materialien setzen sie sich mit einer konkreten Fragestellung auseinander und teilen dabei im Dialog ihr Erfahrungswissen. Dann entwickeln die beiden Gruppen Fragen, die sie aneinander haben – jedoch in getauschten Rollen. Die Senior*innen antworten als „künftige Alte“ und berichten in einer fiktiven Zukunft von den Fridays-for-Future-Demos damals, 2020 in ihrer Jugend. Die Jugendlichen antworten als „ehemalige Junge“, live dabei im oder woanders damals Ende der 60er, Anfang der 70er.

In den beiden Sessions März und April ist das Thema: „Was wir woll(t)en“. Was sind die Forderungen von Fridays for Future? Was waren die Forderungen der 68er? Es geht um Inhalte, Artikulation, Erfolg, Scheitern und Aussichten. In der April-Session gehen wir der Frage nach in welcher Form werden wir sichtbar. Eine Galerie und Diashow zeigt Beispiele kreativer Proteste und ihre Bildwirkungen.

Im Rahmen der „play\rewind“-Sessions wird professionelles Filmmaterial für eine spätere Doku (TV und/oder online) und für die Verwendung in künstlerischen Videoinstallationen produziert. Dies umfasst Szenen bei der eigentlichen Session, sowie einzelne Interviews. Dabei werden die Bilder und die dazugehörigen Sprachaufnahmen von den intergenerationellen Begegnungen nur in kleinen Ausschnitten aufgenommen und auch später nur als kurze Sequenzen verwendet. Die Teilnehmer*innen der jeweiligen Session werden also in ihren Aussagen und Aktionen nicht in Gänze aufgenommen oder später verwendet. Das Filmteam achtet bei der Produktion selbstverständlich auf die Persönlichkeitsrechte der aufgenommenen Personen, insbesondere das Recht am eigenen Bild sowie die aktuellen Vorschriften der DSGVO. Daher bitten wir die Teilnehmer*innen, uns zu Beginn des Workshops eine entsprechende Freigabe zu unterzeichnen bzw. uns zu informieren, falls sie nicht gefilmt werden möchten. Zum Abschluss des gesamten Projekts laden wir alle Teilnehmer*innen zu einer Filmpräsentation ein.

Konzipiert und durchgeführt wird „play\rewind“ vom Kunstkollektiv Büro Grandezza, das über mehrere Monate hinweg eine Serie der „play\rewind“-Sessions im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof anbietet.
Gefördert vom Kulturreferat der LH München, Kulturelle Bildung und vom Bezirksausschuss 17 Obergiesing-Fasanengarten.

EINTRITT Kostenfreie Teilnahme bei begrenzter Teilnehmer*innenzahl: 12 Jugendliche, 12 Senior*innen

ANMELDUNG reservierung@giesinger-bahnhof.de

Damit wir den Überblick behalten, geben Sie bitte in etwa an, wie alt Sie sind: 15-25, 50-60, 60-70, über 70.